Nur eines macht sein Traumziel unerreichbar: die Angst vor dem Versagen

– Paulo Coelho, Der Alchimist

 

In dieser Reihe werde ich Dir zeigen, wie Du Gelassenheit lernen kannst, indem Du immer einem anderen Teil von Dir selbst begegnest. Du bekommst Anregungen, wie du mit dem jeweiligen Thema umgehen und es für dich positiv nutzen kannst.

Vor einigen Tagen, es war sehr stürmisch und regnerisch, bin ich auf die Weide, um nach meinem Pferd zu sehen. Ich hatte Sehnsucht nach ihm und wollte mich vergewissern, dass es ihm gut geht. Da es bereits wieder am regnen war, zog ich meinen Regenmantel an. Ich musste erst eine Weide mit drei Stuten überqueren. Diese hatten noch nie einen solchen Menschen wie mich gesehen – ein Gespenst in dunkelbraun! Der Mantel wehte wie wild im Wind. Man sah deutlich Ihre Angst vor dem Flatterding. Sie stoben immer wieder weg, aber sie waren auch unglaublich neugierig. Ich war einfach stehen geblieben und ließ die Pferde sich diesen komischen Mantel ansehen, immer mit der Möglichkeit der Flucht. Nach und nach hat die Neugier gesiegt!! Sie kamen immer näher und ließen sich sogar von mir berühren, zwar immer noch vorsichtig, aber wesentlich entspannter.

Pferde können Ängste überwinden!

Sie haben sich nicht blind von ihrer Angst leiten lassen, sondern sich auf die Situation eingelassen. Dadurch haben sie eine neue Erfahrung gesammelt. Die nächste Begegnung mit einem Menschen im Regenmantel wird nicht mehr ganz so angsteinflößend sein.

Wie Du Dein Ängste nutzen kannst!

Ängste sind wichtige Wegweiser für Dein Leben. Sie beschützen Dich vor Gefahren. Aber sie zeigen Dir auch, dass es ein Gewinn sein kann sich ihnen zu stellen. Ängste sind Impulse. Sie veranlassen Dich zu etwas – Flucht, Angriff, Zurückhaltung, Lust…

Wenn Du herausfinden kannst, was genau Deine Angst ist und Dich ihr stellst anstelle davonzulaufen, hast Du wie die Pferde, eine wunderbare neue Erfahrung gesammelt. Du hast Dich nach und nach von dieser Angst befreit. Je mehr Ängsten du so begegnest, desto freier und glücklicher wird Dein Leben sein.

Schreibmeditation:

Nimm Dir ca. 10 Min ungestörte Zeit, einen Zettel und einen Stift. Schreibe auf, was Dir Angst macht. Stelle Dir dann folgende Fragen:

  • wie fühlt sich die Angst an?
  • was möchte die Angst/das Gefühl von dir?
  • Was verhindert die Angst/das Gefühl?
  • woher kennst Du die Angst/das Gefühl?
  • was wärest du ohne die Angst/das Gefühl?

Verwandle die Angst bzw. das angstmachende Gefühl in etwas Positives. Vielleicht drehst du den Satz einfach mal um und schaust, wie sich das anfühlt. Wichtig ist auf jeden Fall, etwas Positives daraus zu machen. Wenn das wirklich nicht gehen sollte, behalte das im Hinterkopf und arbeite in ein paar Tagen noch einmal daran. Wichtig ist, dass Du Dich Deiner Angst gestellt hast, indem Du sie wahrgenommen hast. Du bist nicht wieder davongelaufen! Das ist der Anfang.

Beispiel: Ich habe Angst etwas Neues auszuprobieren.

Umkehrung: Ich freue mich auf neue Erfahrungen, indem ich … ausprobiere.

 

Viel Erfolg! Schreibe mir Deine Erfahrungen, ich bin neugierig.

Michaela

 

Foto: Jörg Brinckheger / pixelio.de

 

Gelassenheit lernen – Deine Angst
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2 Gedanken zu „Gelassenheit lernen – Deine Angst

  • 28/01/2016 um 3:34 pm
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    Hallo Michaela,
    vielen Dank für den Interessanten Artikel. Darüber zu wissen ist noch, das es
    noch viel über dieses Thema zu sagen gibt. In meinem Blog habe ich verschiedene Themen
    zur Angst geschrieben.

    http://aengste-phobien-ebooks.blogspot.de/

    Antworten
    • 29/01/2016 um 8:01 pm
      Permalink

      Hallo Katrein,

      ja da hast Du Recht, über Ängste läßt sich noch viel sagen und schreiben.

      Antworten

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