Das regelmässige in mich gehen bringt mir täglich einen Kick für mehr Glück in meinem Leben. Erfahre hier warum es mir so wichtig ist, mich regelmässig zu zentrieren und wie damit mein Leben immer ein Stückchen entspannter und leichter wird.

Wenn ich ausser mir bin, sollte ich in mich gehen!

Heute früh unter der Dusche ist mir dieser „Klospruch“ aus meiner Schulzeit wieder in den Sinn gekommen. Klospruch deswegen, weil wir in der Mittelstufe endlich in den Gebäudetrakt zu den „Großen“ kamen. Und da waren eben die Toiletten über und über mit weniger und mehr sinnvollen Sprüchen ausgestattet. Die sinnvolleren davon haben mich schon damals berührt.

Im Moment bin ich in einem Teil meines Lebens auch außer mir, soll heißen, dass ich eher drauf achte was andere so sagen und denken könnten über mich und das was ich tue oder was ich lasse. Das bereitet mir Kopfzerbrechen und es geht mir damit nicht gut. Der erste Impuls war, das zu klären. Allerdings, das anzusprechen traue ich mich nicht ganz – aus Angst abgelehnt zu werden. Es beschäftigt mich aber schon ganz doll und dabei ist mir eben dieser Spruch eingefallen.

 

Wie gehe ich in mich?

Mein erster Weg war, wieder in mich zu gehen. Folgendes habe ich in einer Meditation herausgefunden:

  • Was ist das Gefühl dabei?
  • Wo fühle ich diese Angst?
  • Was genau ist meine Angst?
  • Welchen Impuls halte ich mit meiner Angst zurück?
  • Was muss sich ändern und wie, damit es mir wieder gut geht?
  • Was brauche ich dafür für mich?

Es hat ein wenig gedauert, bis ich mir all diese Fragen auch ehrlich beantworten konnte, aber nach und nach wurde es immer klarer und ich war wieder im Einklang mit mir selbst. Vorher war ich außer mir und nun war ich wieder in mir zentrierter. Ich mich gehen ist notwendig, wenn wir unsere innere Wahrheit finden wollen. Denn dann erst kann sich wirklich zeigen, ob und wie ich das Thema noch einmal ansprechen muss. Vieleicht hat es sich bis dahin geändert. Vielleicht taucht dann der eigentliche Aspekt auf, der geklärt werden muss.

 

Warum soll ich in mich gehen?

Wir alle stecken immer mal wieder fest in Projektionen. Das bedeutet, wir sind nicht mehr zentriert und geben anderen die Schuld für etwas, das uns stört an uns oder für etwas, was wir gerne wären oder an uns ablehnen. Wir sind also im wahrsten Sinne außer uns, suchen quasi außerhalb unseres eigenen Ichs die Schuld, Bestätigung, Anerkennung oder oder… Wenn wir dann immer sofort in Konfrontation mit dem Gegenüber gehen, stehen die Chancen gut, dem Anderen nur Vorwürfe und Anschuldigungen an den Kopf zu werfen.

Wenn Du aber erst einmal für Dich alleine klärst, was Dich genau triggert, dann kannst Du ganz ohne Anschuldigungen Deinem Partner, Freund, Kollegen… sagen, wie es Dir mit einer bestimmten Situation geht. Jetzt kann Verständnis füreinander entstehen und vor allem eine Kommunikation auf Augenhöhe stattfinden.

Für mich gibt es noch einige Gründe mehr in mich zu gehen, nämlich auch den dabei auch innere Weisheiten zu finden. Wenn Du mehr darüber lesen willst…7 Lebensweisheiten

 

Mitgefühl hat nichts mit Mitleid zu tun!

Meiner Meinung nach ist Mitgefühl eines der wichtigsten Fähigkeiten im Zusammenleben mit Menschen. Das bedeutet nicht mitzuleiden, sonder mit dem Anderen mitzufühlen. Jeder von uns trägt seine eigenen Denkmuster und Verletzungen mit sich herum und muss lernen ihnen zu begegnen. Eine Begegnung auf Augenhöhe hat damit viel zu tun. Es geht dabei darum den Schmerz des anderen zu verstehen und zu akzeptieren, sowie auch den eignen Schmerz zuzulassen. Trifft man auf einen Menschen mit derselben Fähigkeit, kann tiefes Verständnis, Vergebung und Nähe entstehen.

 

Siehst Du das ebenso? Ich bin neugierig auf Deine Erfahrungen damit.

 

Bild:Gisela Peter/www.pixelio.de

 

In mich gehen-der tägliche Kick fürs Glück?
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