Unser Leben ist das, was unser Denken daraus macht!          (Marc Aurel)

 

In dieser Reihe werde ich Dir zeigen, wie Du Gelassenheit lernen kannst, indem Du immer einem anderen Teil von Dir selbst begegnest. Du bekommst Anregungen, wie du mit dem jeweiligen Thema umgehen und es für dich positiv nutzen kannst.

Das trifft die Aussage über den Affengeist sehr gut. Ich finde dieser Satz ist nicht einer, der einem so einfach einleuchtet. Man muss sich ein wenig damit auseinander setzen, um den wahren Gehalt dieser Worte zu erfassen.

Unser Leben ist das, was unser Denken daraus macht! Das bedeutet, dass unsere Gedanken Einfluss auf unser Leben haben. Aber wie genau beeinflusst das Denken unser Handeln und damit unser Leben?

Was und wie denkst Du über Dich?

Genau das ist das Entscheidende. Was denkst Du den ganzen Tag über das, was Du tust? Welche Gedanken machst Du Dir von Deinem Leben? Sind Deine Gedanken eher positiv oder siehst Du oft nur das negative? Beobachte Deine Gedanken eine Weile. Wie tickst Du eigentlich?

 

Der Affengeist regiert die Welt!

Der Affengeist sind die Gedanken, die Dich von einem selbstbestimmten, freien Leben abhalten. Er mischt sich ständig ein und oft merkst Du es gar nicht! Du findest ihn in den Verurteilungen anderen gegenüber, in Deinen Ängsten, in Deiner Ablehnung. Immer wenn Du denkst „Mensch ist der bescheuert“, „muss sich die immer einmischen und ihren Kommentar dazu abgeben“, „nur weil der so … ist, kann ich jetzt nicht…“ usw, usw. Diese Gedanken haben wir ganz oft und manchmal fällt uns das schon gar nicht mehr auf.

Aber diese Gedanken sagen eine ganze Menge über uns selbst aus. Und sie erzeugen Gefühle und manchmal auch körperliche Schmerzen wie Eifersucht, Ablehnung, Neid… Bauchweh, Verspannungen, Unwohlsein…

Wenn Du den ganzen Tag mit solchen Themen verbringst, wie soll dann Dein Leben positiv und lebensfroh werden. Du bist den ganzen Tag nur mit den Anderen beschäftigt und nie mit Dir und Deiner Lebensfreude verbunden. Wie willst Du da Gelssenheit leben?

 

Gib dem Affen Zucker!

Wenn wir den Affen aber beschäftigen und ihn damit davon ablenken uns so schlecht zu fühlen, dann können wir endlich anfangen uns selbst richtig kennen zu lernen. Dann können wir auch glücklich werden, egal was die ganze Welt um uns herum macht und denkt.

Dein Affe projiziert alles Mögliche auf Deine Mitmenschen. Das was ich oben beschrieben habe, sind alles Anteile von Dir selbst.

Buber sagt, das Ich erfährt sich am Du.

Das was Du an Anderen kritisierst, nicht magst oder wofür Du sie verurteilst hat immer mit Dir selbst zu tun.

Wenn Du alle Diese Gedanken nimmst und den Menschen, den Du dabei im Sinn hast auf ein Kissen setzt und ihm sagst:

  • Du bist…
  • Du solltest…
  • Du solltest nicht…
  • Du hast…
  • Ich will, dass Du…

Dann kannst Du über Dich selbst erfahren, was DU Dir wünschst.

Wenn Du sagst „Du  hörst mir nicht zu“, dann frage Dich

  • wo/wann höre ich mir nicht zu?
  • Was hindert mich daran, mich zu hören, meinen Wünschen zu folgen…
  • welches Gefühl ist das, mir nicht zuzuhören
  • woher kenne ich das Gefühl…

Mit diesen Fragestellungen kannst Du den Hintergrund Deiner „Aufregungen“ bezüglich Deinen Mitmenschen herausfinden. Dadurch wirst Du Dir über Deine Gefühle, Deine Bedürfnisse und Deine Wünsche immer besser im Klaren. Und wenn Du weißt, was Du willst oder was Dir fehlt, kannst Du darauf eingehen und etwas ändern. Nach und nach, Stück für Stück.

Deine Aufgabe besteht nun darin, Dich immer wieder regelmäßig hinzusetzen und Deine Affen auf ein Kissen zu setzten und ihnen das an den Kopf zu werfen, was Dich aufregt. Schreibe es Dir dann am besten gleich auf.

Danach drehst Du die Aussagen um auf Dich. Nimm immer erst mal einen Satz und fühle hinein, was er Dir zu sagen versucht. Orientiere Dich an den Fragestellungen oben im Beispiel mit dem nicht zuhören.

Diese Aufgabe gehört nicht zu den einfachsten, im Gegenteil, sie ist sehr schwierig. Aber mit ein Übung und viel Ausdauer wird Dir das gelingen und Du wirst immer mehr Deine Gelassenheit spühren.

Welche Tipps für mehr Gelassenheit hast Du noch?

 

Foto: Rudolpho Duba / pixelio.de

 

Monkey Mind – zähme den Affengeist
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2 Gedanken zu „Monkey Mind – zähme den Affengeist

  • 13/05/2017 um 2:51 pm
    Permalink

    Hi,
    ich mache dazu gerne eine kurze Meditation, um meine Gedanken und Gefühle besser kennenzulernen. Es geht nur darum zu schauen, welche Gedanken und Gefühle auftauchen, ohne sie zu bewerten.
    Wenn man den Gedanken Aufmerksamkeit schenkt, anstatt sie zu ignorieren, werden sie sich mit der Zeit auflösen.
    Gruß,
    Markus

    Antworten
    • 16/05/2017 um 9:29 pm
      Permalink

      Hi Markus,
      danke für Deine Anregung.
      Auch ich werde durchs das Meditieren klarer.
      Leider gelingt es mir nicht regelmäßig.
      VG Michaela

      Antworten

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