Deine Gedanken haben einen entscheidenden Einfluss auf Deine Gefühle und Dein Handeln. 60Tsd Gedanken wirbeln uns täglich durch den Kopf. Die meisten davon unbewusst. Achte auf Deine Gedanken und finde heraus, was Du über Dich selber glaubst, was Du dir den ganzen Tag selber erzählst. Bist Du positiv oder negativ, motivierend oder demotivierend, ist alles für dich anstrengend oder leicht…?

 

An manchen Tagen beim reiten merke ich ganz deutlich, dass wir manche Übungen nicht so gut gestern, wie sonst. Es hakt und läuft einfach nicht rund, obwohl wir das im Schlaf könnten. Wenn ich im Nachhinein darüber reflektiere, dann fällt mir immer auf, dass ich an solchen Tagen nicht so selbstbewusst war wie gewohnt. In meinem Kopf hat der Gedanke „ich kann das nicht“ oder“ ich bin nicht gut genug“ wieder ein Stück weit Macht übernommen. In so einem Moment ist die Erkenntnis, dass Glaubenssätze großen Einfluss auf mein Leben haben, sehr präsent.

 

Achte auf Deine Gedanken, denn sie beeinflussen Deine Ausstrahlung, Deine Entscheidungen und Deine Lebensfreude.

 

Wir haben diese subjektiven Wahrheiten für uns ganz fest abgespeichert und hinterfragen diese oft niemals mehr. Jede Überzeugunge über uns hat Einfluss darauf, wie wir handeln und wie wir unser Leben gestalten. Wer ängstlich ist oder so erzogen wurde, wird sich bei allem neuen immer auf das mögliche negative fokussiere. Wie soll hier der Mut entstehen etwas neues als Chance zu sehen und die Gunst der Stunde zu nutzen eine neue Erfahrung zu machen?

 

Glaubenssätze – lebenseinschränkend oder lebensbereichernd?

 

In einem Buch habe ich gelesen, dass Glaubenssätze wie Computersoftware sei. Die Software hat großen Einfluss darauf, was wir mit dem PC anstellen können oder was eben nicht. Diesen Vergleich finde ich sehr anschaulich. Wenn unsere Software (Glaubenssatz) uns sagt, dass wir etwas nicht schaffen, werden wir nicht damit beginnen und nie ausprobieren, wie es funktionieren könnte. Wir geben sofort auf.

 

Henry Ford sagte einmal: „Es gibt mehr Leute, die kapitulieren, als solche, die scheitern“

 

Deine Glaubenssätze hast Du aus Deiner Kindheit und Jugend ins Erwachsenenalter mitgenommen, auch wenn Du sie noch nicht bemerkt hast. Du bist von Deinen Eltern in gutem Gewissen zu einem „anständigen“ Menschen erzogen worden. Das ist völlig in Ordnung. Es haben sich auf diesem Weg einige Aussagen, Situationen und Emotionen sehr tief in Dein Bewusstsein eingegraben.  Viele Überzeugungen und Erfahrungen sind wichtig und richtig. Aber bestimmte Denkmuster verhindern heute, Deine wirklichen Potentiale zu erkennen, zu entfalten oder mit Situationen leichter umzugehen.

 

Achte auf Deine Gedanken, so erkennst Du Deine lebenseinschränkenden Überzeugungen

 

Viele Deiner Gedanken schwirren unbewusst in Deinem Geist herum. Sie erzählen Dir den ganzen Tag Geschichten, die sich im Unterbewusstsein breit machen und Dein Handelnd Deine Gefühle beeinflusst. Deswegen achte auf Deine Gedanken. Erst das bewusste Wahrnehmen dieser Gedanken versetzt Dich in die Lage sie zu erkennen und zu verändern, sobald es notwendig ist und sie Dich heute in Deinem Handeln beeinflussen.

Mir fiel das Wahrnehmen meiner Glaubenssätze am leichtesten mit einem „Gedankentagebuch“. Klingt aufwendiger, als es ist. Nimm Dir jeden Abend für Dich eine kleine Auszeit und schreibe vor dem schlafen gehen auf, was Du so den ganzen Tag über Dich gedacht hast. Gehe einzelne Situationen durch. Wie verlief das Gespräch mit deinem Chef? Was hast Du über Dich gedacht? Vielleicht:“Ich bin nicht gut genug“, „Ich mache immer alles falsch“… und wie hast Du Dich gefühlt? Klein, unwissend, unvollkommen, unverstanden…

Und mit Deinem Partner oder Deinen Kollegen. Was hast Du bei der Begegnung mit Ihnen gedacht? Hast Du Dir gesagt „man bin ich doof“ oder “ das geht eh schief“ oder „die Anderen haben eh mehr Glück als ich“, “ immer bin ich der Verlierer“…

Ich bin ganz schön erschrocken, was ich alles so negatives über mich denke. Das schlimmste ist, mit dem ständigen wiederholen brennt es sich direkt immer wieder ins Hirn ein. Du verpasst Dir regelrechte Branndzeichen „ich bin schlecht“, “ ich kann das nicht“…

 

Warum es so wichtig ist, negatives Denken loszulassen

 

Stelle Dir vor, wie mutig Du bist neue Wege zu gehen oder Herausforderungen anzunehmen, wenn Dir Deine Gedanken ständig flüstern: „Ich kann das nicht“, „Ich bin zu doof dazu“, Erfolgt haben nur die Anderen“… Wenn Dir persönliche Weiterentwicklung und und ein selbstbestimmtes Leben wichtig sind, solltest Du beginnen diese Gedanken in positive Impulse umzuwandeln.

Stell Dir die Frage wer kenne ich das? Dir wird eine Situation in Deiner Kindheit einfallen, in der sich dieser Gedanken manifestiert hat und zwar aufgrund EINER Situation. Es war  nur diese eine Sache, die Dein Geist im Laufe der Zeit verallgemeinert hat.

 

Deine Gedanken werden zu Deinen Worten,

Deine Worte werden zu Deinen Taten,

Deine Taten werden zu Deinem Schicksal.

 

Wie soll Dein Leben positiv und schön werden, wenn Du ganz viel negatives über Dich denkst? Alle die negativen Sätze, die Du die Woche über aufgeschrieben hast (vielleicht gibt es ja auch positive!!) hindern Dich daran, Dein Leben wirklich frei und selbstbestimmt zu leben.

 

Die Verwandlung in Positive Impulse

 

Du hast eine Woche lang Deine Gedanken aufgeschrieben. Nimm Dir in der zweiten Woche jeden Abend vor dem Schlafen gehen oder wann immer Du magst eine Auszeit für jeden einzelnen Glaubenssatz. Auch jetzt: achte auf Deine Gedanken und wandle die vorhandene in positive, unterstützenden Impulse um.

 

Stelle Dir folgende Fragen:

  • Was ist der Nutzen dieses Gedanken?
  • Woran hindert Dich dieser Gedanke?
  • Wie fühlt er sich an?
  • Was wärst Du ohne diesen Gedanken?
  • Wie würde sich Dein Leben ändern?

 

Schreibe Dir die Antworten auf. Formulieren Deinen negativen Satz um. Mache ihn zu etwas positivem. Du wirst ganz klar an Deinem Gefühl merken, wann der Satz richtig ist, um Dich hier und jetzt optimal zu unterstützen.

 

Einige Beispiele für positive Glaubenssätze:

  • Ich gebe immer mein Bestes
  • Ich bin gut so wie ich bin
  • Ich finde einen Weg zu…
  • Ich bin einzigartig
  • Ich erlaube mir erfolgreich/glücklich… zu sein
  • Ich darf Ich selbst sein

 

Eine noch ausführlichere Anleitung wie Du Glaubenssätze veränderst gibt es in diesem Artikel Du willst Dein Leben verändern, so gelingt es.

 

Achte auf Deine Gedanken und befreie Dich von limitierenden Überzeugungen und Glaubenssätzen. Wandle sie in positive, unterstützende Gedanken um und überschreibe die alten damit. Schreibe Dir die neuen Impulse auf, trage sie so lange bei Dir oder hänge sie dort auf, wo Du sie täglich im Blick hast, bis sie in Fleisch und Blut übergegangen sind.

 

Mit dem Auflösen von immer mehr Glaubenssätzen wurde ich freier in meinen Entscheidungen und mutiger. Mein Handeln richtet sich nicht mehr an den Erwartungen anderer aus und ich überlege nicht mehr ständig, was andere über mich denken könnten. Ich nehme vieles auch nicht mehr als persönlichen Angriff auf mich, weil ich reflektiere, ob mich das überhaupt betrifft oder ob mein Gegenüber gerade ein Problem hat.

 

Achte auf Deine Gedanken, werde mutig, selbstbestimmt und frei in Deinen Entscheidungen und Handlungen.

 

Foto: Petra Dirscherl www.pixelio.de

Achte auf Deine Gedanken und lebe selbstbestimmt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.