Persönliche Weiterentwicklung und Selbstführung gehören für mich eng zusammen. Du kennst doch bestimmt auch Menschen, die ständig was zu nörgeln haben und bei denen immer die Anderen Schuld sind, dass ihr Leben nicht so ist, wie sie es sich vorstellen. Das typische Opfer. Diese Haltung hat Null Komma nichts mit Selbstführung zu tun, sonder eher mit Selbstleugnung. Zum Glück haben wir alle die Wahl, was wir sein wollen.

In vielen Artikeln, die ich zum Thema Selbstführung gelesen haben, geht es immer um die Fähigkeit von Selbstführung für Führungskräfte oder Mitarbeiter.

Mir geht es hier aber darum, dass Selbstführung für ein erfolgreiches Leben in allen Lebensbereichen eine wichtige Kompetenz ist. Und Kompetenzen sind erlernbar!

 

 

Selbstführung bedeutet Kontakt zu sich selbst

 

In Kontakt zu sich selbst zu gehen ist für viele von uns schon eine erste große Hürde. Haben wir doch seit Kindesbeinen an gelernt, unsere Bedürfnisse zurückzustellen und an die Umgebung (Eltern, Geschwister, Lehrer, Verwandte…) anzupassen, um ihnen zu gefallen. Authentizität Fehlanzeige! Damit leugnetest Du Teile Deines Selbst. Dies fällt Dir nun, als Erwachsener vor die Füsse. Es fühlt sich an, als ob Du an Deinem eigentlichen Leben vorbei lebst, Dich verbiegst.

Doch heute bist Du nicht mehr abhängig.

 

  • Was sind Deine persönlichen Werte und Einstellungen?
  • Wieviel Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein hast Du in Dich selbst?
  • Was ist die Vision Deines Lebens?

 

Du kannst Deine Bedürfnisse erkunden, für Dich selbst sorgen, selbstbestimmt das tun, was sich für Dich richtig und stimmig anfühlt.

Und hier sind wir schon beim nächsten Hindernis – dem Fühlen. Doch nur über Dein Fühlen kannst Du Dich wirklich selber kennen lernen.

 

 

Sich selber kennen – lernen

 

Sich wirklich zu fühlen und Gefühle zuzulassen ist ein Herausforderung, denn Gefühle lassen sich nicht steuern. Du hast am Anfang erst einmal wenig Kontrolle über sie. Das kann Angst machen. Aber nur wenn Du Dich mit Deinen Gefühlen verbindest, kannst Du eigene und fremde Grenzen spüren. Du hast gelernt über Dein Bauchgefühl hinwegzugehen, Du kannst genauso wieder lernen, darauf zu hören.

Es geht um eine ständige Wahrnehmung und Reflektion des eigenen Verhaltens und das gleichzeitige verstehen wollen der dahinter verborgenen Glaubenssätze.

Um sich selbst kennen zu lernen gehört auch dazu, herauszufinden, wie Du tickst. Was sind Deine Gedankenmuster? Wie verhältst Du Dich in bestimmten Situationen? Welche Emotionen tauchen immer wieder auf – Wut, Trauer, Haß…

Nach diesen Erkenntnissen folgt die Änderung des eigenen Verhaltens. Wenn Du merkst, dass Du Dich noch stundenlang über den Stau am Morgen zur Arbeit ärgerst, dann nutze diese Energie Leiber für Deine Arbeit. Du bist sonst blockiert, schlecht gelaunt und hängst in der Negativschleife fest. Schau lieber, was heute alles gut geklappt hat.

Es geht bei der Selbstführung darum Fühlen, Denken und Handeln zu verändern und die Opferrolle zu verlassen.

 

 

Verantwortung übernehmen

 

Das bedeutet gleichzeitig Verantwortung für sich selbst und seine Handlungen zu übernehmen. Selten haben Dich die Umstände in diese Situation gebracht, sondern Dein eigenes unbewußtes Denken und Handeln.

Mir begegnet das noch manchmal beim Training mit Pferden. Wenn ich selber unsicher werde und glaube die Situation nicht kontrollieren zu können, dann kann ich keine Führung übernehmen, weder für mich noch für das Pferd. Pferde sind perfekte Spiegel unserer Gefühle, unseres Innenlebens. Werde ich unsicher, dann wird das mein Pferd auch, bin ich sicher und klar in meiner Körpersprache wird es entsprechend darauf reagieren.

Man sieht hier ganz deutlich, die Umwelt (Pferd) reagiert so, weil ich mich entsprechend verhalte.

Übernimm die Verantwortung für Dein Denken und Handel und für Deine Gefühle!

 

 

Sich wirkungsvoll selbst führen lernen

 

Doch wie geht das nun konkret sich selber führen zu lernen?

Es gibt wie oben bereits beschrieben drei Betrachtungsebenen: Fühlen – Denken – Handeln

Alle drei Ebenen haben Einfluss aufeinander. Deshalb wirkt eine Änderung in einem Bereich auch auf die beiden anderen Bereiche.

 

 

Bereich Fühlen – bewusst wahrnehmen und reflektieren

 

Erinnere Dich an Situationen in denen Du Dich Deinem negativen Denken hingegeben hast z. B. im letzten Stau auf dem Weg zur Arbeit. Wie fühlst Du dich, wenn Du so verärgert bist? Was ist der Grund, dass es Dich so aufregt?

Lerne Deine Gedanken in diesen Momenten erst einmal wahrzunehmen. Mache Dir bewusst, dass Du gerade negativ denkst.Dann beginne diese Gedanken zu unterbrechen, zu stoppen, vielleicht indem Du bewusst STOPP zu Dir sagst. Mach Dir klar, dass Du eine Wahl hast! Du kannst weiter in dem Groll bleiben oder ausbrechen und Radio hören, ein Hörbuch einschalten oder dem Podcast folgen, für den Du sonst keine Zeit findest.

Ändere den Gedanken über die Situation und beobachte was passiert. Kannst Du Deinen Gedanken nicht ändern, weil es Dich so sehr belastet, dann wird es Zeit für genaueres Hinsehen. Du bist ziemlich sicher auf einem alten Glaubenssatz gestossen. Wie Du ihn los wirst kannst Du in diesem Artikel von mir lesen – Du willst Dein Leben verändern

Es geht nicht darum nun einfach Dinge kritiklos hinzunehmen. Wenn sich jemand vor Dir in die Schlange drängelt und es ärgert Dich, dann sag etwas. Wenn Du Dich aber nicht traust, die Situation zu klären, dann ärgere Dich nicht stundenlang darüber, sondern arbeite daran was dich daran gehindert hat den Mund aufzumachen und den Menschen freundlich darauf hinzuweisen, dass Du zuerst dran bist. Vielleicht wirst Du ständig von anderen übergangen, dann suche den Glaubenssatz dahinter und ändere ihn.

 

Selbstführung

Bereich Denken – Werte entwickeln und Ziele setzten

 

Das Arbeiten an Deinen Glaubenssätzen hat streng genommen auch etwas mit Denken zu tun. Hier möchte ich aber noch an einem anderen Punkt ansetzten. Hast Du Dir schon mal Gedanken zu Deinen Werten und Zielen im Leben gemacht? Was ist Dir wichtig – Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Loyalität, Treue, Zuverlässigkeit, Freude …

Werte bilden den Rahmen Deiner Handlungen. Damit erleichterst Du Dir die Entscheidung ob etwas richtig ist oder nicht, denn ist es im Rahmen Deiner Werte, kann die Entscheidung schon mal nicht grundsätzlich falsch sein.

Was sind Deine Ziele? Was möchtest Du erreichen und erleben? Du trittst eine Reise gewöhnlich nicht ohne ein Ziel an, denn sonst könntest Du nicht beginnen. Du wüsste ja nicht einmal ob Du fliegen oder mit der Bahn fahren sollst. Selbst Menschen, die ein halbes Jahr um die Welt reisen, fangen mit einem Ziel an und haben eine grobe Route.

Wie soll Dein Leben aussehen? Partner, Kinder, Haus, angestellt, selbstständig…

Mach Dir ein paar Gedanken dazu und überprüfe Dein Ergebnis von Zeit zu Zeit. Folgst Du noch den Zielen, die Dir wichtig sind?

 

 

Bereich Handeln – achtsam verändern

 

Du hast Dir ein Bild Deiner Ziele und Vision gemacht und die wichtigsten Glaubenssätze aufgeschrieben, die verändert werden sollten. Jetzt gehts ans verändern. Alles sofort übers Knie zu brechen wäre nicht sinnvoll, denn Du überforderst Dich dabei. Schritt für Schritt lautet die Devise.

Für meine Ziele und Visionen benutze ich eine Collage. Meine habe ich in PowerPoint erstellt und mir die nötigen Bilder, Affirmationen und Notizen aus dem Internet, aus eigenen Bilder, Scans und Clipart eingefügt. Du kannst genauso gut Bilder aus Zeitungen und Magazinen nehmen.

Deine Glaubenssätze lassen sich ebenfalls nach und nach in positive Impulse umwandeln. Um sie für mich in meinen Alltag zu integrieren nehme ich sie zum meditieren oder schreibe sie auf einen kleinen Zettel, den ich dann in meinem Portemonnaie mit mir trage. So kann ich den Impuls nicht vergessen und er fällt mir jeden Tag mindestens einmal in die Hände.

Fazit  

 

Erfolg ohne Selbstführung ist nicht möglich. Wenn Du in vielen Bereichen Deines Lebens erfolg haben willst, dann musst Du Verantwortung für Dein Denken, fühlen und Handeln übernehmen. Korrigiere es dort, wo es Dich hindert Deine Ziele zu erreichen. Vor allem habe eine klare Vorstellung von Deinen Zielen und Visionen im Leben.

Mit Selbstführung wirst Du Veränderungen besser meistern, gelassener und entspannter werden und Dir die Freiräume schaffen um Deine Träume zu leben.

Welche Träume und Ziele hast Du bisher erreicht? Und wie war der Weg für Dich dahin?

 

Foto: Achim-von-Michel /www.pixelio.de
Wirkungsvolle Selbstführung für persönlichen Erfolg
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